Nachhaltigkeit braucht mehr als Ziele: Bürger müssen ihren eigenen Beitrag erleben können

Klima-Taler zeigt, wie Kommunen Klimaschutz sichtbar machen, konkrete Vorteile schaffen und Bürgerinnen und Bürger aktiv einbinden

Berlin, 12. August 2026. Wie lässt sich ambitionierte Nachhaltigkeitspolitik mit gesellschaftlicher Akzeptanz verbinden? Diese Frage rückt durch die aktuelle Diskussion um den Aktionsplan Nachhaltigkeit der Bundesregierung erneut in den Mittelpunkt. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) betont in seiner aktuellen Stellungnahme, dass es richtig sei, den „erfahrbaren Mehrwert der Nachhaltigkeitspolitik für Bürger:innen“ und die gesellschaftliche Akzeptanz stärker in den Blick zu nehmen. Gleichzeitig warnt der Rat davor, dafür wichtige Umweltziele zurückzustellen. Stattdessen müssten Wege gefunden werden, diese Ziele auf akzeptierte und sozial verträgliche Weise zu erreichen.

Für das Berliner GreenTech-Unternehmen Blacksquared, Betreiber der Klima-Taler App, trifft diese Forderung einen entscheidenden Punkt: Nachhaltigkeitspolitik braucht ambitionierte Ziele. Sie braucht aber gleichermaßen die Instrumente, mit denen Menschen aktiv werden, einen Beitrag leisten und damit einen konkreten Mehrwert für sich und andere erfahren.

„Die Frage ist nicht, ob wir weniger ambitionierte Klimaziele brauchen. Die Frage ist, wie wir mehr Menschen die Möglichkeit geben, an ihrer Erreichung mitzuwirken“, sagt Markus Schulz, Co-Founder von Klima-Taler. „Klimaschutz wird greifbar, wenn Menschen sehen können: das ist mein Beitrag, das haben wir gemeinsam erreicht und davon profitiert gleichzeitig meine Stadt.“

Von abstrakten Klimazielen zu konkreter Selbstwirksamkeit

Genau hier setzt Klima-Taler an. Die kostenlose App macht klimafreundliche Mobilität und die daraus resultierenden CO₂-Einsparungen sichtbar. Wer zu Fuß geht, Rad fährt oder Bus und Bahn nutzt, spart gegenüber einer vergleichbaren Autofahrt CO₂ ein. Je fünf Kilogramm eingespartem CO₂ wird ein Klima-Taler “geschürft”.

Die gesammelten Klima-Taler können anschließend bei lokalen und bundesweiten Klima-Partnern eingesetzt werden für Kultur- und Freizeitangebote, Vergünstigungen im Handel oder zur Unterstützung regionaler Natur- und Klimaschutzprojekte.

Damit entsteht eine direkte Verbindung zwischen einer alltäglichen Entscheidung und einem sichtbaren Nutzen: Klimaschutz wird nicht nur gefordert, sondern ermöglicht, sichtbar gemacht und mit zusätzlichen Anreizen verbunden.

Mehr als 60 Kommunen zeigen, wie konkreter Mehrwert aussehen kann

Bundesweit gehören inzwischen über 60 Städte, Gemeinden und Regionen zum Klima-Taler Netzwerk, darunter Frankfurt am Main, München und Braunschweig, aber auch kleinere Kommunen wie die Insel Borkum, Meiningen oder Bad Waldsee. 

Gerade auf kommunaler Ebene zeigt sich, wie konkret der vom SRU geforderte „erfahrbare Mehrwert“ von Nachhaltigkeit aussehen kann. In Frankfurt am Main können Klima-Taler in zwölf Schwimmbädern eingesetzt werden. In Braunschweig erhalten Nutzerinnen und Nutzer Freikarten für Heimspiele von Eintracht Braunschweig und den Basketball Löwen Braunschweig. Und auch in einer kleineren Stadt wie Wolfenbüttel öffnen Klima-Taler Türen: Dort können sie z.B. für einen Theaterbesuch eingesetzt werden.

„Wenn wir vom erfahrbaren Mehrwert von Nachhaltigkeit sprechen, müssen Menschen ihren Beitrag sehen und die Vorteile dessen realisieren“, sagt Markus Schulz. „Klimaschutz findet dann nicht irgendwo statt, sondern im Schwimmbad, im Theater, beim Fußball oder direkt im eigenen Viertel.“

Gleichzeitig profitieren Kommunen und lokale Partner. Städte können eigene Kultur-, Sport- und Freizeitangebote einbinden, den lokalen Handel vernetzen, auf Aktionen aufmerksam machen und regionale Klima- und Nachhaltigkeitsprojekte sichtbar machen.

Kommunen sind die zentrale Ebene für erlebbare Nachhaltigkeit

Städten, Gemeinden und Landkreisen kommt dabei eine besondere Rolle zu. Sie sind die politische Ebene, auf der viele Aspekte von Klimaschutz und Nachhaltigkeit für Bürgerinnen und Bürger unmittelbar erlebbar werden: bei Mobilität und öffentlichem Verkehr, in Kultur und Freizeit, im lokalen Handel oder bei Natur- und Klimaschutzprojekten.

Digitale Instrumente können dabei helfen, diese unterschiedlichen Bereiche miteinander zu verbinden und   Beteiligung einfacher zu machen.

Umweltziele nicht abschwächen, sondern ihre Umsetzung verbessern

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen weist darauf hin, dass nach derzeitigem Stand eine erhebliche Zahl der für 2030 gesetzten Nachhaltigkeitsziele nicht erreicht werden dürfte. Besonderen Handlungsbedarf sieht der Rat bei Artenvielfalt, Gewässerqualität und Flächenverbrauch. Er fordert daher verstärkte Anstrengungen und eine stärkere Fokussierung auf Bereiche, in denen der Handlungsdruck besonders hoch ist. Klima-Taler kann bei der Reduktion verkehrsbedingter CO₂-Emissionen sowie beim Energieverbrauch in privaten Haushalten einen Beitrag leisten.

Auch beim Klimaschutz fordert der SRU konkrete Maßnahmen. Unter anderem sollten die Dekarbonisierung des Verkehrs und der Wärmeversorgung verstärkt sowie ein verlässliches Monitoring sichergestellt werden.

„Wir sollten nicht darüber diskutieren, wie Klimaschutz weniger ambitioniert wird, sondern wie er für mehr Menschen konkret funktioniert“, sagt Mitgründerin und CEO Daniela Schiffer. „Wenn Bürgerinnen und Bürger ihre eigene Wirkung sehen, unkompliziert mitmachen können und gleichzeitig erleben, dass nachhaltige Entscheidungen ihrer Stadt und ihnen selbst etwas bringen, wird aus einem politischen Ziel eine gemeinsame Aufgabe.“

Über Klima-Taler

Klima-Taler (https://klima-taler.com) ist eine App des Berliner GreenTech-Unternehmens Blacksquared. Bundesweit gehören mehr als 60 Städte, Gemeinden und Regionen zum Klima-Taler Netzwerk.

Die kostenlose App macht klimafreundliches Handeln im Alltag sichtbar. Wer zu Fuß geht, Rad fährt oder Bus und Bahn nutzt, spart gegenüber einer Autofahrt CO₂ ein. Die App misst diese Einsparungen und wandelt je fünf Kilogramm eingespartes CO₂ in einen Klima-Taler um. Die Teilnahme ist pseudonymisiert und ohne Registrierung möglich. Nutzerinnen und Nutzer müssen weder ihren Namen noch eine E-Mail-Adresse angeben.

Bürgerinnen und Bürger können ihre Klima-Taler bei Klima-Partnern bundesweit einsetzen, beispielsweise für Kultur- und Freizeitangebote, Vergünstigungen im lokalen Handel und Tourismus oder zur Unterstützung regionaler Natur- und Klimaschutzprojekte. So verbindet Klima-Taler Klimaschutz, Gamification, Selbstwirksamkeit und lokale Wertschöpfung mit konkreten Vorteilen für die Menschen vor Ort.

Die App kann von Bürgerinnen und Bürgern kostenfrei und ohne verpflichtende Angabe von Name oder E-Mail-Adresse genutzt werden.

Blacksquared GmbH
Klima-Taler.com

Markus Schulz
markus@klima-taler.com
+49 (0) 172 367 40 45
https://klima-taler.com

Ich interessiere mich für die Teilnahme meiner Kommune am Klima-Taler Netzwerk

Dieses Formular ist für Vertreter*innen von Kommunen, die für die Teilnahme ihrer Stadt oder Landkreis Informationen benötigen. User bitten wir ihre Fragen über unser Helpdesk support@klima-taler.com zu stellen.  

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