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Eine Donut-Ökonomie für die Stadt

Die Donut Ökonomie, entwickelt von der britischen Ökonomin Kate Raworth, spielt eine zunehmend wichtige Rolle in der nachhaltigen Stadtentwicklung. Dieser Ansatz visualisiert nachhaltige Entwicklung als einen Donut mit zwei konzentrischen Ringen, wobei der innere Ring die grundlegenden menschlichen Bedürfnisse darstellt, die jedem Mensch für ein würdevolles Leben verfügbar sein sollten, und der äußere Ring die ökologischen Grenzen unseres Planeten repräsentiert, die in einer nachhaltigen Wirtschaft nicht überschritten werden dürfen.

Zentrale Aspekte der Donut Ökonomie in der Stadtentwicklung:

Donut Ökonomie Kate Raworth

Soziale Grundlage sichern

Die Donut Ökonomie fordert, dass die städtische Entwicklung sicherstellt, dass alle Bürger Zugang zu lebensnotwendigen Ressourcen wie Wohnraum, Nahrung, Gesundheitsversorgung und Bildung haben. Städte sollten so gestaltet werden, dass sie soziale Gerechtigkeit fördern und Armut vermindern.

Ökologische Grenzen respektieren

Städte sollten ihre Auswirkungen auf den Planeten minimieren und innerhalb der ökologischen Tragfähigkeit der Erde arbeiten. Dies beinhaltet den Schutz der Biodiversität, die Reduzierung von Treibhausgasemissionen, den sparsamen Umgang mit Wasser und die Minimierung von Abfall durch Kreislaufwirtschaft.

Integration Donut Ökonomie in die Stadtplanung

Einige Städte, wie Amsterdam und Portland, haben begonnen, die Prinzipien der Donut Ökonomie in ihre Stadtplanung und -entwicklung zu integrieren. Sie nutzen das Modell, um Entscheidungen zu treffen, die sowohl ökologische Nachhaltigkeit als auch soziale Gerechtigkeit fördern.

Pilotprojekte und Innovation

Durch die Anwendung der Donut Ökonomie werden Städte zu Versuchsfeldern für innovative Ansätze in den Bereichen nachhaltiges Bauen, grüne Infrastruktur, erneuerbare Energien und inklusive Wirtschaftsmodelle.

Bürgerbeteiligung

Das Konzept betont die Wichtigkeit der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Gestaltung ihrer Umgebung. Dies fördert nicht nur das Bewusstsein und die Verantwortung für eine nachhaltige Lebensweise, sondern stärkt auch die sozialen Bindungen innerhalb der Gemeinschaft.

Wirtschaftliche Transformation

Die Donut Ökonomie schlägt eine Abkehr von dem ständigen Streben nach Wirtschaftswachstum vor und richtet den Fokus auf eine Wirtschaft, die sowohl prosperiert als auch nachhaltig ist. Für Städte bedeutet dies, neue Formen des Wirtschaftens zu fördern, die lokale Kreisläufe und die Sharing Economy unterstützen.

Beispiel: Amsterdam

Amsterdam ist ein Vorreiter bei der Implementierung der Donut Ökonomie und hat sie als Rahmen für seine städtische Planung und Politik übernommen. Die Stadt nutzt dieses Modell, um eine Balance zwischen sozialen Bedürfnissen und ökologischer Nachhaltigkeit zu finden, und gestaltet politische Maßnahmen so, dass sie beiden Aspekten gerecht werden.

Die Donut Ökonomie bietet also einen ganzheitlichen Ansatz für nachhaltige Stadtentwicklung, der darauf abzielt, das Wohlergehen der Menschen zu maximieren und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen unseres Planeten zu schonen.

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