
Das unterscheidet den ökologischen Fußabdruck vom ökologischen Handabdruck
Der wesentliche Unterschied zwischen ökologischem Handabdruck und Fußabdruck liegt in der Perspektive auf unser Handeln: Während der ökologische Fußabdruck den negativen Einfluss misst, also den „Schaden“ oder die Ressourcen, die wir durch Konsum, Wohnen und Mobilität verbrauchen, symbolisiert der ökologische Handabdruck unser positives Gestaltungspotenzial. Der Fußabdruck zeigt uns, was wir unterlassen oder reduzieren sollten (z. B. weniger Fleisch essen oder seltener fliegen), während der Handabdruck darauf abzielt, wie wir durch aktives Engagement gesellschaftliche Strukturen verändern können. Einfach verständlich wird es an einem Beispiel: Du verringerst deinen persönlichen Fußabdruck, indem du dein Auto verkaufst und nur noch Bahn fährst. Deinen Handabdruck vergrößerst du, wenn du eine Petition für den Ausbau des regionalen Schienennetzes startest oder dich in einer Initiative für sicherere Fahrradstraßen engagierst, damit auch andere sicher aufs Rad umsteigen können. Kurz gesagt: Beim Fußabdruck geht es darum, den eigenen Schaden zu reduzieren, beim Handabdruck um die Vergrößerung des positiven Einflusses für mehr Menschen als nur für dich persönlich.
Der Fußabdruck macht uns bewusst, wie wir weniger zerstören, der Handabdruck zeigt uns, wie wir gemeinsam mehr bewegen.

So verringerst du deinen ökologischen Fußabdruck
1. Wege unter 3 Kilometer ohne Auto zurücklegen
bietet somit viel Potenzial für einfache Veränderungen im Alltag. Wer häufiger zu Fuß geht, mit dem Fahrrad fährt oder Bus und Bahn nutzt, spart nicht nur CO2, sondern fördert auch eine nachhaltigere Stadtentwicklung. Du könntest dir vornehmen, alle Kurzstrecken unter 3 Kilometern ohne Auto zurückzulegen und Flugreisen durch näher gelegene Reiseziele zu ersetzen, die du mit der Bahn erreichen kannst. Auch Fahrgemeinschaften oder Carsharing sind praktische Alternativen, um Emissionen zu senken. Wieviel CO2 du dabei einsparst, sagt dir beispielsweise die Klima-Taler App. Sie misst die Einsparung automatisch und verwandelt je 5 Kilogramm eingespartes Kohlendioxid in einen Klima-Taler. Du kannst auch versuchen, für möglichst viele Strecken den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Für eine Extraportion Motivation kannst du dich auch in einem ÖPNV Bonusprogramm anmelden und dich selbst für die Nutzung von Bus und Bahn belohnen.
2. Fleischkonsum reduzieren
Auch beim Essen lässt sich der ökologische Fußabdruck überraschend einfach verkleinern. Das Umweltbundesamt sagt: „Jede Person in Deutschland emittiert durch ihren Lebensstil im Durchschnitt 10,78 Tonnen CO₂-Äquivalente im Jahr. Davon gehen 1,7 Tonnen CO₂-Äquivalente beziehungsweise 15 Prozent auf die Ernährung zurück – und damit fast gleich viel wie für die Mobilität ohne Flugreisen. Den Großteil der ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen, knapp 70 Prozent, machen die tierischen Lebensmittel aus.“ Eine Studie des WWF Deutschland zeigt, dass eine vegetarische Ernährung ca. 30% weniger und eine vegane ca. 50 % weniger Emissionen ausstößt. Wenn du öfter pflanzliche Gerichte ausprobierst oder ein bis zwei vegetarische Tage pro Woche einlegst, kannst du bereits viel bewirken. Neue Rezepte zu entdecken und andere Zutaten auszuprobieren macht Spaß und so kannst du Schritt für Schritt herausfinden, wie lecker klimafreundliches Essen sein kann.

3. Regional & saisonal einkaufen
Der ökologische Fußabdruck kann durch bewusstes regionales und saisonales Einkaufen spürbar verringert werden. Damit bereicherst du deinen Lebensstil mit mehr Nachhaltigkeit und Genuss durch frische, schmackhafte Lebensmittel. Obst und Gemüse aus der Region müssen keine langen Transportwege hinter sich bringen, was Energie spart und CO2-Emissionen reduziert. Auch der Anbau in der richtigen Jahreszeit schont Ressourcen, da weniger Heiz- oder Lagerenergie nötig ist. Wer sich an saisonalen Angeboten orientiert, unterstützt nicht nur die lokale Landwirtschaft, sondern entdeckt auch oft neue Obst- und Gemüsesorten und bringt damit Abwechslung in die Ernährung.

4. Wärmeenergie sparen
Die Heizung 1°C runterzudrehen spart überraschend viel Energie und damit auch CO2. Energieberater stellen fest, dass in vielen Haushalten mehrere hundert Kilogramm CO2 pro Jahr auf diese Weise eingespart werden können. Viel Wärmeenergie geht auch beim unnötigen Verbrauch von heißem Wasser verloren. Bei der Wärmeerzeugung wird Kohlendioxid ausgestoßen, das einfach vermieden werden kann. Warm statt heiß duschen und zwischendurch das Wasser ausstellen bringt über ein Leben lang betrachtet sehr viel. Genauso sinnvoll ist es, beim Händewaschen oder Zähneputzen kaltes Wasser zu nutzen. Wenn du eine einfache Kontrolle über deinen Energieverbrauch haben möchtest, hol dir die Klima-Taler App. Hier kannst du immer aktuell ablesen, ob dein Verbrauch über oder unter dem Durchschnitt für deine Haushaltsgröße liegt.
5. Ökostrom nutzen und Strom sparen
Den ökologischen Fußabdruck zu verringern und keinerlei Einbußen im Lebensstandard zu haben, geht auch ganz einfach beim Thema Strom. Du kannst deinen Stromverbrauch senken, indem du Geräte vollständig ausschaltest statt im Stand-by laufen zu lassen, Streaming oder Cloud-Speicher reduzierst und energiesparende Geräte wählst. Schon kleine Änderungen summieren sich über das Jahr zu einer spürbaren Reduzierung von CO2-Emissionen. Das ist gut für das Klima und oft auch für den Geldbeutel. Drastisch sinkt die Kohlendioxidemission, wenn du zu einem Ökostromanbieter wechselst. Der Unterschied zu konventionellem Strom ist riesig: Laut Umweltbundesamt erzeugt 1 kWh Strom aus Braunkohle etwa 0,95 kg CO2, aus Windenergie dagegen nur rund 0,01 kg CO2. Das heißt, je mehr Strom aus erneuerbaren Quellen genutzt wird, desto geringer ist der persönliche CO2-Fußabdruck. Übrigens, über deine Einsparungen beim Strom kannst du dich noch mehr freuen, wenn du Klima-Taler App hast. Denn für das eingesparte CO2 werden dir Klima-Taler gutgeschrieben.

6. Kleidung länger tragen & Secondhand kaufen
Die Modeproduktion ist ein berüchtigter Treiber von CO2-Emissionen, da bei der Herstellung neuer Kleidung große Mengen Energie, Wasser und Rohstoffe verbraucht werden. Durch das Längertragen von Kleidung oder Secondhand-Kauf kannst du deinen CO2-Fußabdruck merklich verringern. Laut einer Lebenszyklusanalyse ist die Umweltbelastung von wiederverwendeter Bekleidung bis zu 70-mal niedriger als bei neuen Teilen (Quelle: EuRIC – Analyse zur Nachhaltigkeit von wiederverwendeten Textilien).
7. Reparieren oder leihen statt neu kaufen
Alles, was du neu kaufst, musste produziert und transportiert werden. Wenn du vor jedem Kauf überlegst, ob du das Produkt wirklich brauchst, wirst du sicher oft zu dem Schluss kommen, dass es kein Verzicht wäre, es nicht zu besitzen. So kannst du viel Geld sparen und gleichzeitig deinen CO2-Fußabdruck verringern. Vielleicht braucht ja nicht jeder Haushalt eine eigene Leiter, Bohrmaschine oder Nassreiniger für Polstermöbel. Vieles kann man sich in Nachbarschaftsnetzwerken auch einfach leihen. Oft tauschen wir Möbel oder Gebrauchsgegenstände auch aus, einfach weil wir Spaß am Kaufen haben. Doch genauso viel Freude kann es bringen, zu pflegen und zu reparieren und so die Lebensdauer von Produkten zu verlängern und Ressourcen zu sparen. Ein Besuch im Reparatur-Café, um den Staubsauger wieder zum Leben zu erwecken oder bei einer lokalen Werkstatt, um den Sessel von Oma neu polstern zu lassen, ist sicher sogar spannender als der Klick im Onlineshop. Wenn du wissen willst, wo das nächste Reparatur-Café ist oder Orte für den klimafreundlichen Second-Hand- Kauf, schau doch mal in der Klima-Taler App auf die Klimaschatzkarte. Dort sind solche Orte in deiner Näher verzeichnet, wenn deine Stadt Klima–Taler Kommune ist.

8. Klimaschutz-Apps nutzen
Mach es dir so einfach wie möglich, im Alltag deinen CO2-Fußabdruck zu verringern. Dabei helfen dir Klimaschutz Apps. In dem Artikel Die 7 besten Apps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag gibt dir einen Überblick, welche Apps für dich und deinen Alltag hilfreich sind. Du kannst Apps nutzen, die sich auf ein Thema spezialisieren, wie zum Beispiel nachhaltiges Einkaufen. Wenn du eine App bevorzugst, die Klimaschutztipps bei Mobilität, Einkaufen, Energiesparen und Ernährung in einem anbietet, sind Multitalente wie die Klima-Taler App die richtige Wahl.
Kleine Schritte mit großer Wirkung zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks zusammengefasst
Jeder von uns kann mit einfachen Veränderungen im Alltag den eigenen ökologischen Fußabdruck deutlich verringern. Das geht ganz einfach mit klimafreundlicher Mobilität, bewusster Ernährung, Energieeinsparung oder nachhaltigem Konsum. Länger tragen, reparieren, Secondhand kaufen oder auf Ökostrom umsteigen sind Maßnahmen, die nicht nur Ressourcen schonen, sondern auch Spaß machen und Kosten sparen können. Digital unterstützen kann die Klima-Taler App, die Einsparungen sichtbar macht und durch spielerische Elemente motiviert, dranzubleiben. Die acht vorgestellten Tipps zeigen: nachhaltiges Handeln im Alltag summiert sich, viele kleine Schritte ergeben zusammen einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz. Wer bewusst entscheidet, kann mit einem nachhaltigen Lebensstil seinen ökologischen Fußabdruck verkleinern und gleichzeitig das Klima schützen.Wenn Sie als Stadt oder Kommune, Bürgerinnen und Bürger mit der Klima-Taler App motivieren wollen, Ihren CO2-Fußabruck zu verkleinern, sprechen Sie uns gerne an.

Markus Schulz