Handlungsfelder für datenbasiertes kommunales Mobilitätsmanagement

Datenbasiertes kommunales Mobilitätsmanagement sucht nach praktischen Lösungen für eine nachhaltige Fortbewegung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Städte Mobilität ganzheitlich denken und durch die Verknüpfung verschiedener Maßnahmen effizienter, umweltfreundlicher und alltagstauglicher gestalten können. Das ist wichtig, weil wachsende Verkehrsprobleme, Klimaziele und veränderte Bedürfnisse der Bevölkerung neue Ansätze erfordern, die über den reinen Ausbau von Infrastruktur hinausgehen. Der Artikel zeigt, wie Kommunen mithilfe aktueller Mobilitätsdaten und digitaler Werkzeuge gezielt Maßnahmen entwickeln, Bürgerinnen und Bürger einbinden und unterschiedliche Handlungsfelder sinnvoll koordinieren können. Nach der Lektüre wird deutlich, welche Strategien, Instrumente und Herausforderungen mit einem datenbasierten kommunalen Mobilitätsmanagement verbunden sind und wie es dazu beitragen kann, Städte lebenswerter und zukunftsfähiger zu machen.

Inhaltsverzeichnis

Kommunale Mobilitätsmanagement für eine lebenswerte Stadt

Klima-Taler Mobilität in Deutschland

Kommunales Mobilitätsmanagement bedeutet, Verkehr nicht nur zu planen, sondern Mobilität als Teil des alltäglichen Lebens der Menschen zu verstehen. Dabei werden unterschiedliche Bereiche einer Stadtverwaltung so vernetzt, dass daraus eine gemeinsame Strategie für nachhaltige Mobilität im urbanen Raum entsteht. Dabei geht es darum, Wege, Gewohnheiten und Bedürfnisse besser zu verstehen, um Verkehr gezielt zu steuern und Alternativen attraktiver zu machen. Digitale Anwendungen wie die Klima-Taler App sind dafür ein hilfreiches Werkzeug, weil sie Daten zu klimafreundlicher Mobilität erfassen, Anreize schaffen, das eigene Verhalten bewusst zu verändern und die Kommunikation einfacher und transparenter zu machen.

Handlungsfelder und Maßnahmen für kommunales Mobilitätsmanagement

Kommunales Mobilitätsmanagement verlangt ein ganzheitliches Denken. Die Verkehrssysteme sind vernetzt und beeinflussen sich gegenseitig. Maßnahmen fallen folglich in die Verantwortlichkeit verschiedener Verwaltungsbereiche. Die Position eines Mobilitätsmanagers oder einer Mobilitätsmanagerin hilft, dass mehrere Abteilungen in der Kommune an einem Strang ziehen. Diese Schnittstelle ist wichtig, um Maßnahmen sinnvoll aufeinander abzustimmen, damit sie dann effizient umgesetzt werden können.

Welche unterschiedlichen Handlungsfelder und Maßnahmen Teil des kommunalen Mobilitätskonzepts sein können, ist hier beispielhaft aufgeführt.

Aus- und Umbau des öffentlichen Nahverkehrs

Ein attraktiver und barrierefreier ÖPNV mit guter Taktung und Anbindung lädt Verkehrsteilnehmende zum Umstieg auf umweltfreundliche Alternativen ein. Aktuelle Bewegungsdaten helfen zu erkennen, wo Wartezeiten beim Umstieg noch optimiert werden können und wann eine höhere Taktung notwendig oder vielleicht überflüssig ist. Auch die Umstellung des ÖPNV auf E-Fahrzeuge kann Teil des kommunalen Mobilitätskonzepts sein.

Klima-Taler Datenauswertung für Smart Cities

Förderung des Radverkehrs

Radfahren attraktiver zu machen ist auf vielfältige Weise möglich. Von der gut platzierten öffentlichen Fahrradgarage, über den Ausbau von sicheren Radwegen bis hin zum Angebot von Mieträdern. Welche Aspekte für Bürgerinnen und Bürger besonders wichtig sind, ist individuell. Deshalb ist es wichtig, solche Entscheidungen auf Basis aktueller Mobiltätsdaten zu treffen. Eine einfache Möglichkeit, solche Daten zu erhalten ist der Einsatz der Klima-Taler App. Sie unterscheidet alle Mobilitätsarten der Nutzerinnen und Nutzer.

Smiling student brunette girl walking along pedestrian and bicycle bridge across the railway to the residential buildings. Copenhagen, Denmark

Sichere und barrierefreie Fußgängerwege

Die Wege der Fußgänger sind oft ein blinder Fleck beim kommunalen Mobilitätsmanagement, obwohl 80% der Strecken unter 2 km zu Fuß zurückgelegt werden. Wer beispielsweise das Ziel hat, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu verbessern oder die Wege zu optimieren, um eine 15-Minuten-Stadt zu werden, sollte die Fußgängerwege auf jeden Fall in den Fokus nehmen. Beispielsweise lassen sich mit aktuellen digitalen Mobilitätsdaten Plätze identifizieren, an denen viele Menschen vorbeigehen, sich aber nicht aufhalten wollen. Ein Indikator, dass hier Potenzial besteht, die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Fußgängerwege sollten ausreichend Platz bieten, barrierefrei und vor allem sicher sein. Klingt selbstverständlich, ist es aber erfahrungsgemäß sehr häufig noch nicht.

Car-Sharing Angebote und Mitfahrerparkplätze

Car-Sharing ist ein wichtiger Teil des kommunalen Mobilitätskonzepts. Denn nicht nur die Autos auf den Straßen, sondern auch die vielen geparkten Autos sind ein Thema beim kommunalen Mobilitätsmanagement. Ein Mittel diese zu reduzieren sind Verträge mit kommerziellen Car-Sharing-Anbietern. Im städtischen Raum, wo die Verkehrsanbindung gut ist, sind Alternativen zum eigenen Auto attraktiv. 

Um das Problem der stehenden Autos von beiden Seiten anzugehen, ist auch das Parkraummanagement eine wichtige Maßnahme. Die Umnutzung von Parkraum, Anhebung der Preise fürs Parken oder Parken an manchen Orten nur für E-Fahrzeuge zu erlauben, kann Anreiz sein, auf Alternativen umzusteigen. 

Geht es darum, den Autoverkehr zu reduzieren, beispielsweise in der Rush-Hour, sind Park-and-Ride-Parkplätze oder Mitfahrerparkplätze sinnvoll. Möglich sind auch noch konsequentere Konzepte, wie komplett autofreie Zonen oder autofreie Innenstädte.

Motivation der Bürgerinnen und Bürger

Ein kommunales Mobilitätskonzept wird nur umgesetzt, wenn die Bürgerinnen und Bürger die Vorteile kennen und überzeugt davon sind, dass es sich lohnt, Neuerungen mitzutragen. Zur Kommunikation und Motivation sind digitale Tools wie die Klima-Taler App hilfreich. Durch das Belohnungssystem werden Bürgerinnen aktiv in kommunales Mobilitätsmanagement und die Verkehrsplanung eingebunden und gleichzeitig zu klimafreundlichem Verhalten motiviert. Das Ergebnis ist eine höhere Akzeptanz und ein gemeinsames Verantwortungsgefühl für eine kommunale Mobilitätsplanung, um die Stadt lebenswerter für alle zu machen.

Herausforderungen für das kommunale Mobilitätsmanagement

Wirksames Mobilitätsmanagement setzt voraus, gewohnte Denk- und Handlungsweisen zu hinterfragen. Das gilt sowohl für Verkehrsteilnehmende als auch für kommunale Planer. Gerade alltägliche Mobilitätsroutinen lassen sich nur schwer verändern, zumal viele Planungsstrukturen über lange Zeit stark auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtet waren. Maßnahmen des Mobilitätsmanagements, die oft zielgruppenspezifisch arbeiten und eher auf Information, Motivation und Koordination setzen, sind zudem weniger sichtbar als große Infrastrukturprojekte und wirken deshalb auf politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger häufig weniger greifbar. Hinzu kommt, dass das Konzept in vielen Verwaltungen und Planungseinrichtungen noch vergleichsweise wenig bekannt ist. Für eine erfolgreiche Umsetzung braucht es daher qualifiziertes Personal und leicht anwendbare Tools, wie die Klima-Taler App, um sich auf datenbasierte Entscheidungsgrundlagen verlassen zu können.

Das Wichtigste rund um datenbasiertes kommunales Mobilitätsmanagement

Kommunales Mobilitätsmanagement braucht eine Strategie, die verschiedene Handlungsfelder und Maßnahmen sinnvoll verknüpft. Ein datenbasierter Ansatz wie die Klima-Taler App macht Kommunen die Verkehrsplanung einfacher. Ob die Bürgerinnen und Bürger zu Fuß, mit dem Rad, dem Auto oder mit dem ÖPNV unterwegs sind, die Klima-Taler App unterscheidet zwischen allen Mobilitätsarten und hilft so, in allen Handlungsfeldern aktuelle Daten zu liefern, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Bürgerinnen und Bürger werden außerdem motiviert, klimafreundlich unterwegs zu sein und aktiv an der Mobilitätsgestaltung mitzuwirken. So trägt kommunales Mobilitätsmanagement entscheidend dazu bei, Städte für alle lebenswerter, sicherer und zukunftsfähiger zu gestalten.

Wenn Sie Fragen dazu haben, wie Sie kommunales Mobilitätsmanagement mit der Klima-Taler App für Städte erfolgreich gestalten können, sprechen Sie uns gerne an.

Markus Schulz Ansprechpartner Klima-Taler

Markus Schulz
markus@klima-taler.com

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